Marketing-Café

MannheimSignet

Virtual Reality

Eintauchen in neue Welten

9. Oktober 2017 | Technoseum

Beim Marketing-Café sprach Christoph Ostler über Einsatzmöglichkeiten und Chancen von „Virtual Reality“.
Neben dem Trainer auf der Bank sitzen, einen Blick in die Kabinen der Fußballspieler werfen, das Spielfeld der Allianz-Arena aus der Perspektive des Tormannes sehen. All das ist möglich – mit einer VR-Brille. Unter der Überschrift „Welche Chancen und Möglichkeiten bietet Virtual Reality?“ zeigte Christoph Ostler beim jüngsten Marketing-Café auf, wohin die Reise geht. Der Geschäftsführer der Münchner Coach Communication GmbH war Gast des Stadtmarketings Mannheim und erlaubte den interessierten Zuhörern im Technoseum Einblicke in virtuelle Welten. Seit sechs Jahren beschäftigt sich Ostler mit VR, gilt als einer der „First Mover“ auf diesem Gebiet und sagt: „Virtual Reality bietet ungeahnte Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wie Imagebildung oder Verkaufsförderung.“ Immer mehr Anwender setzen die Brillen inzwischen ein, um sich und ihre Produkte bekannt zu machen. Auf Messen, in Reisebüros, in der Immobilienwirtschaft, in der Eventbranche, im Sportbereich, beim Employer Branding, aber auch in der Forschung und Entwicklung oder in der Hotelbranche. Christoph Ostler: „Die Entwicklung steht erst am Anfang, doch das Potenzial ist enorm.“

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Karmen Strahonja, Geschäftsführerin der Stadtmarketing-Gesellschaft, begrüßte den Referenten aus der bayrischen Metropole und fragte: „Wie kann dieses neue Medium in der Tourismuswerbung von Kommunen und Unternehmen vorteilhaft genutzt werden?“ Als Beispiel nannte Ostler die München-App, die einen virtuellen Stadtrundgang über den Viktualienmarkt, durch den Englischen Garten oder sogar einen Flug über die Stadt ermöglicht. „Das Eintauchen in eine virtuelle Welt weckt Emotionen und macht aus Werbung ein Erlebnis“, so Ostler. Reisebüros und international tätige Firmen hätten das verstanden.  Ganz große Entwicklungschancen sieht er im Bereich Bildung und Schulung. So könnten Auszubildende beispielsweise mittels VR-Brille realitätsnah das Montieren an Maschinen lernen. Ostler: „Das ist ein Riesenbereich. Virtual Reality liegt im Trend“, ist der Referent überzeugt. Denn immer mehr innovative Unternehmen nutzen inzwischen die VR-Technologie als Kanal, um ihre „Marken“ zu verkaufen. Ein weiteres Beispiel: Stadtentwickler und Wohnungsbaugesellschaften können mittels VR Planungen von künftigen Stadtquartieren transparenter machen, plastischer rüberbringen, wie sich Architektur in das bestehende Umfeld einpasst. Wie hoch wird das Haus gegenüber, wohin kommt der Spielplatz, wo die Straße oder der Radweg? Aber auch im Innenbereich einer Wohnung, eines Hauses lässt sich VR einsetzen: Möbel werden verrückt, Wände gestrichen, der Kunde spielt mehrere Varianten durch, bevor er kauft. Ikea macht es bereits vor.

Was sind die Herausforderungen und Grenzen der neuen Technologie und wie lässt sich Virtual Reality sinnvoll einsetzen? Diese Fragen spielten in der anschließenden Diskussion eine Rolle. Einen Rat gab er seinen Zuhörern noch mit auf den Weg: „Auf den Content kommt es an!“

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