Außenansicht MARCHIVUM

 

 

In MannheimSignet

wird Erinnerung erlebbar

Neuer Raum für Mannheims Geschichte(n)

In Mannheims Neckarstadt-West wird ein ehemaliger Hochbunker zum „Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung“, fortschrittlich und zukunftsweisend. Das Stadtarchiv Mannheim - ab sofort unter dem neuen Namen MARCHIVUM - bietet dort einmal pro Monat mittwochnachmittags kostenlose Führungen an.

Bunkergeschoss als künftige Ausstellungsfläche
Bunkergeschoss als künftige Ausstellungsfläche © Kathrin Schwab - MARCHIVUM

Schon von weitem ist der ehemalige Ochsenpferchbunker ein absoluter Blickfang: Zwei aufgesetzte und verglaste Stockwerke verleihen dem Betonkoloss eine moderne Leichtigkeit.
Hell und freundlich wirkt der Bau, der abends sogar bis in die Stadt hineinleuchtet.

Der erweiterte und umgestaltete Platz vor dem Gebäude hat großes Potenzial, zum Treffpunkt des Stadtviertels und seiner Besucher zu werden. Treffpunkt – ein gutes Stichwort, zumal mit dem Umzug des MARCHIVUM in den Bunker nicht nur ein neuer Ort für die Aufbewahrung stadtgeschichtlicher Dokumente geschaffen wurde, sondern gleichzeitig auch eine Forschungsstätte, ein Veranstaltungshaus und ein Ausstellungsraum.

Erhaltene Bunkertür im MARCHIVUM
Erhaltene Bunkertür im MARCHIVUM © Kathrin Schwab - MARCHIVUM

Die Idee für die Neubelebung hatte das Mannheimer Architekturbüro Schmucker & Partner, das bereits den Umbau des ehemaligen Getreidespeichers zum hippen Hotel- und Geschäftshaus „Speicher7“ bewerkstelligte.

Dabei bringt das Gebäude selbst schon viel mit, was ein Stadtarchiv braucht: Papier ist eben nicht nur geduldig, sondern auch schwer.
Ein Bunker mit seinen dicken Wänden und tragfähigen Decken bietet von vornherein ideale Voraussetzungen für die Seele des MARCHIVUM – das Archivgut. Und das findet im neuen MARCHIVUM jede Menge Platz. Bis zu 20 Kilometer davon passen in den einstigen Schutzbunker. Zum Vergleich: Pi mal Daumen wären das 92 Mannheimer Fernmeldetürme aneinandergereiht.

Rollregalanlage in den Magazinräumen des MARCHIVUM
Rollregalanlage in den Magazinräumen des MARCHIVUM © Kathrin Schwab - MARCHIVUM

Im Erdgeschoss wird Sie eine stadtgeschichtliche Ausstellung mit in Mannheims faszinierende Vergangenheit und Gegenwart nehmen.
Ein paar Treppenstufen höher, im ersten Obergeschoss, entsteht ein NS-Dokumentationszentrum, das den Bunker selbst zum Objekt der Forschung macht. Beide Ausstellungen eröffnen voraussichtlich im Jahr 2019.

Wertvolle Ratsprotokolle aus dem 17. Jahrhundert, Fotonachlässe von Mannheimer Pressefotografen und 13.000 Plakate beziehen die drei darüber liegenden Stockwerke. Aber auch historische Filme in einer speziellen Kältekammer oder die Glasplattensammlung der Kunsthalle Mannheim werden zukünftig hier gesichert und aufbewahrt.

Foyer des MARCHIVUM im neu aufgesetzten 6. Obergeschoss
Foyer des MARCHIVUM im neu aufgesetzten 6. Obergeschoss © Kathrin Schwab - MARCHIVUM

Leistungsfähige Scanner, die selbst die schwersten Protokollbände von bis zu 12 Kilo oder die größten Pläne mühelos digitalisieren können, bestaunen Besucher im vorletzten Obergeschoss.
Dank modernster Technik werden dort eingescannte Dokumente als dreidimensionale Objekte angezeigt und können interaktiv gesteuert werden.

Einen ganz besonderen Reiz bietet das letzte Stockwerk: Hier kann in den neuen Lese- und Veranstaltungssälen die Geschichte Mannheims am eigenen Leib erfahren und erforscht werden.
Belohnt werden Forscher und Besucher hier allemal nicht nur mit neuen Erkenntnissen, sondern auch mit einem spektakulären Blick über Mannheim bis in den Odenwald.

Weitere Informationen zum MARCHIVUM, inklusive aller Termine für kostenlose Führungen, finden Sie unter: www.marchivum.de

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