Frisch gebackener Kuchen und Kaffeespezialitäten

 

 

In MannheimSignet

schmeckt das Leben süßer

Mannheimer Café-Kultur

Die Geschichte der Kaffeehäuser und Cafés ist auch die Geschichte der modernen Urbanität. In Mannheim sind Cafés Wohlfühlorte der Kommunikation und Inspiration – und prägen den Puls der Stadt.

Zwischen traditionellem Kaffeehaus, urbanem Coffee-Spot und französischem Straßencafé haben viele neue und individuell gestaltete Cafés ein neues Kaffeebewusstsein etabliert – mit hausgemachten Kuchen und Kaffeespezialitäten für Leute, die bewusst genießen und offen für Neues sind.

Was das Mannheimer Hafenviertel Jungbusch für Bar-Liebhaber ist, ist die Mannheimer Neckarstadt-Ost für Café-Enthusiasten. Das Kleine Café am Clignetplatz könnte auch „Kleines Restaurant“ heißen, denn hier reißen sich die Gäste nicht nur um den guten Kaffee, sondern auch um den leckeren Mittagstisch. Es erwarten Sie liebevoll zubereitete Gerichte – von gratinierten Gnocchi bis hin zum klassischen panierten Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffel-Gurkensalat. Und natürlich gibt es eine Auswahl selbstgebackener Kuchen und urbanes Wohlfühlambiente, wie man es von Großstadtkiezen wie dem Prenzlauer Berg oder Berlin-Mitte kennt.

Vom Kleinen Café ist es nur ein Katzensprung in die Neckarstadt-West. In der Mittelstraße stellt das Anticafé Klokke alles auf den Kopf, was man glaubte über Cafés zu wissen. „Gemeinsam statt einsam“ haben die Macherinnen Caroline und Swetlana als Motto ausgerufen, um Raum für Ideen und Projekte zu bieten und Menschen in Interessengruppen zusammenzubringen.

Jeder Gast erhält ein Kärtchen, das in eine Stechuhr geschoben wird, dann darf man sich wie zuhause fühlen. Für Kaffee, Bio-Tee, Kuchen oder Obst wird nicht bezahlt, man darf sogar eigene Speisen und Getränke mitbringen.
Anders als in jedem anderen Café, wird hier nicht für den Konsum, sondern für die verbrachte Zeit bezahlt. Ein Ort für alle, die es nicht eilig haben – je länger man bleibt, desto günstiger der Stundensatz.

Kaffee- und Kuchengenuss frei von tierischen Produkten? Vegane Kaffeeliebhaber, denen Buttercreme, Sahne und Honigglasur keinen Hochgenuss bereiten, sind im Café Vogelfrei bestens aufgehoben. In dem Vintage-Café erwartet Sie eine bunte Auswahl vorwiegend vegan zubereiteter Backwaren. Besonders bei Studierenden der nahen Universität steht das Café hoch im Kurs. Kein Wunder, denn der schöne, überdachte Innenhof lockt ganzjährig mit Tageslicht und wundervollem Ambiente.

2016 eröffnete das Stadtquartier Q 6 Q 7 in der Mannheimer Fressgasse. Im Erdgeschoss der Shopping-Mall dreht sich im Café Brue alles um die Kaffeebohne. Geröstet wird in der Mannheimer Manufaktur Helder & Leeuwen. Die Baristas wissen genau, welche Sorte bei welcher Zubereitung das beste Aroma entfaltet. Siebträger, Handfilter, Siphon und Filtermaschine stehen zur Auswahl. Ein Schluck handgefilterter Kaffee aus Äthiopien und dabei das Treiben auf der Fressgasse beobachten – eine belebende Erfahrung.

Nicht weit vom Wasserturm und der neuen Kunsthalle Mannheim entfernt, liegt in der Schwetzinger Vorstadt ein Mannheimer Kultladen, den Sie unbedingt besuchen sollten – das Café Lido. Im Sommer sitzt man draußen auf der Bank und schleckt ein Eis oder isst hausgemachten Kuchen zum Kaffee, an den Wochenenden wird drinnen bis in die Abendstunden hinein gefrühstückt. Und nur ein paar Minuten entfernt – am Wasserturm unter den Arkaden – hat Lido-Macher Jürgen Tekath mit seinem Café Flo eine Institution geschaffen: bis ins letzte Detail perfektes Pariser Caféflair mit großartigem Blick auf die neue Kunsthalle und den Friedrichsplatz.

Das Café Prag ist ein Klassiker des Mannheimer Kaffeegenusses. In einem Jugendstilhaus neben dem Rathaus können Sie an französischen Bistrotischen Cappuccino oder Espresso mit perfekter Crema genießen. Das Prag ist ein zeitloses Café – es könnte auch aus dem Jahr 1902 stammen, als hier die Mannheimer Börse einzog. Heute trifft sich die Kultur-Bohème der Stadt, die die persönliche Atmosphäre und die feine Kuchenauswahl zu schätzen weiß – täglich frisch aus der Konditorei Herrdegen um die Ecke, wo man seit 1838 die alte Mannheimer Kaffeehauskultur feiert. Nimmt man im Obergeschoss des Traditionshauses Platz, meint man, man sei versehentlich im kurfürstlichen Barockschloss gelandet und die hektische Coffee-to-go-Kultur der Nullerjahre hätte es nie gegeben.

Und wer die Old School der Mannheimer Kaffeehauskultur entdecken will, darf es nicht versäumen, sonntags im Café Mohrenköpfle in der Neckarstadt-West vorbeizuschauen: ein aus der Zeit gefallener Ort der Gemütlichkeit, wo es den Kaffee noch in Kännchen gibt – und die guten hausgemachten Kuchen Stadtgespräch sind.

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