Frisch gebackener Kuchen und Kaffeespezialitäten

Das Leben schmeckt süßer in

MannheimSignet

Mannheimer Café-Kultur

Die Geschichte der Kaffeehäuser ist auch die Geschichte der modernen Urbanität. In Mannheim sind Cafés Orte zum Wohlfühlen und zum Inspiration finden.

Die Mannheimer Kaffeehauskultur ist vielseitig
Die Mannheimer Kaffeehauskultur ist vielseitig © Pexels

Zwischen traditionellem Kaffeehaus und französischem Straßencafé haben viele moderne, individuell gestaltete Cafés ein neues Kaffee-Bewusstsein etabliert. Sie bieten hausgemachten Kuchen und Kaffeespezialitäten für Leute, die bewusst genießen und offen für Neues sind.

Was das Mannheimer Hafenviertel Jungbusch für Bar-Liebhaber ist, ist die Mannheimer Neckarstadt-Ost für Café-Enthusiasten. Das Kleine Café am Clignetplatz könnte auch „Kleines Restaurant“ heißen, denn hier reißen sich die Gäste nicht nur um den guten Kaffee, sondern auch um den leckeren Mittagstisch. Es erwarten Sie liebevoll zubereitete Gerichte von gratinierten Gnocchi bis hin zum klassischen panierten Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffel-Gurkensalat. Und natürlich gibt es eine Auswahl selbstgebackener Kuchen und urbanes Wohlfühlambiente, wie man es von Großstadtkiezen wie dem Prenzlauer Berg oder Berlin-Mitte kennt.

Klokke ist ein Anti-Café und Open Space
Klokke ist ein Anti-Café und Open Space © LA.MAG

Vom Kleinen Café ist es nur ein Katzensprung in die Neckarstadt-West. In der Mittelstraße stellt das Anticafé Klokke alles auf den Kopf, was man glaubte über Cafés zu wissen. 

„Gemeinsam statt einsam“ haben die Macherinnen Caroline und Swetlana als Motto ausgerufen. Klokke soll ein zweites Wohnzimmer für alle sein. Beim Eintritt erhält man ein Kärtchen, das in eine Stechuhr geschoben wird, dann darf man sich wie zuhause fühlen. Für Kaffee, Bio-Tee, Kuchen oder Obst muss nicht bezahlt werden. Man darf sogar eigene Speisen und Getränke mitbringen. Anders als in jedem anderen Café, wird hier nicht für den Konsum, sondern für die verbrachte Zeit bezahlt. Der Clou: je länger man bleibt, desto günstiger der Stundensatz.

Mehr über das Café und das Konzept gibt es bei YouTube zu sehen.

Café Flo am Friedrichsplatz in Mannheim
Café Flo am Friedrichsplatz in Mannheim © Stadtmarketing Mannheim GmbH, Daniel Lukac

Im Café Brue dreht sich alles um die Kaffeebohne. Die Baristas wissen genau, welche Sorte bei welcher Zubereitung das beste Aroma entfaltet. Siebträger, Handfilter, Siphon und Filtermaschine stehen zur Auswahl. Ein Schluck handgefilterter Kaffee aus Äthiopien und dabei das Treiben auf der Fressgasse beobachten — eine belebende Erfahrung. Geröstet wird der Kaffee übrigens in der Mannheimer Rösterei Helder & Leeuwen.

In der Schwetzinger Vorstadt liegt ein Mannheimer Kultladen, den Sie unbedingt besuchen sollten: das Café Lido. Im Sommer sitzt man draußen auf der Bank und schleckt ein Eis oder isst hausgemachten Kuchen zum Kaffee, an den Wochenenden wird drinnen bis in die Abendstunden hinein gefrühstückt. Und nur ein paar Minuten entfernt — am Wasserturm unter den Arkaden — hat Lido-Macher Jürgen Tekath mit seinem Café Flo eine Institution geschaffen: bis ins letzte Detail perfektes Pariser Flair mit großartigem Blick auf die Kunsthalle und den Wasserturm.

Das Café Prag ist ein zeitloser Klassiker
Das Café Prag ist ein zeitloser Klassiker © Café Prag

In einem Jugendstilhaus neben dem Rathaus können Sie an französischen Bistrotischen Cappuccino oder Espresso mit perfekter Crema genießen. Das Café Prag ist zeitlos: es könnte auch aus dem Jahr 1902 stammen, als hier die Mannheimer Börse einzog. Heute trifft sich die Kultur-Bohème der Stadt, die die persönliche Atmosphäre und die feine Kuchenauswahl zu schätzen weiß.

Wer die Old School der Mannheimer Kaffeehauskultur entdecken will, muss im Café Mohrenköpfle in der Neckarstadt-West vorbeischauen: ein aus der Zeit gefallener Ort der Gemütlichkeit, wo es den Kaffee noch in Kännchen gibt und die guten hausgemachten Kuchen Stadtgespräch sind. Ebenso Pflichtprogramm: die Konditorei Herrdegen. Hier lebt man seit 1838 die Mannheimer Kaffeehauskultur und manch ein Café bezieht seinen Kuchen von hier. Nimmt man im Obergeschoss des Traditionshauses Platz, meint man, man sei versehentlich im kurfürstlichen Barockschloss gelandet und die hektische Coffee-to-go-Kultur der Nullerjahre hätte es nie gegeben.

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