Musik aus Mannheim für die ganz große Bühne

Pianistin Olga Zado
Pianistin Olga Zado © Mannheimer Philharmoniker

Am Montag, den 13. November 2017 gaben die Mannheimer Philharmoniker ihr Debüt im momentan meist gefeierten Konzertsaal weltweit – im Eröffnungsjahr eine besondere Ehre für das Mannheimer Orchester, das sich erst 2009 gegründet hat. Absolventen haben es direkt nach dem Studium oft schwer, bei einem großen Orchester eine Anstellung zu finden – Boian Videnoff, heute künstlerischer Leiter und Dirigent, suchte deshalb nach einer Möglichkeit, jungen Musiker ein Sprungbrett in eine internationale Karriere zu bieten. Ganz nach Mannheimer Mentalität überlegte er nicht lange und gründete kurzerhand sein eigenes Orchester. Sein Ziel damals wie heute: Talente finden und fördern – ein Konzept mit Erfolg. Nicht einmal zehn Jahre nach Gründung ist eines der jüngsten professionellen Orchester Europas nicht nur Talentschmiede, sondern hat seinen Platz in der internationalen Musikszene gefunden. Das beweisen Gastspiele in renommierten Konzerthäusern wie der Meistersingerhalle Nürnberg oder dem Auditorio Nacional Madrid und bei prominenten Konzertreihen und auf Festivals in Europa und Asien. Eine von vielen Erfolgsgeschichten „made in Mannheim“.

Mannheimer Philharmoniker in der Elbphilharmonie
Mannheimer Philharmoniker in der Elbphilharmonie © Stadtmarketing Mannheim GmbH

Mannheim liebt und lebt Musik – was im Jahre 1743 als „Mannheimer Schule“ am Hof des Kurfürsten Karl Theodor begann, wird heute durch traditionsträchtige und innovative Einrichtungen fortgesetzt. Mit einzigartigen Fördermöglichkeiten und Ausbildungseinrichtungen finden talentierte Musiker in Mannheim beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere – und das in allen Genres.

Studieren kann man hier nämlich nicht nur Klassisches an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, auch in Sachen Popmusik ist Mannheim Musikkompetenzstadt. 2018 feiert die Popakademie Baden-Württemberg ihren 15. Geburtstag. Wer hier Popmusikdesign, Weltmusik, Musikbusiness, Popular Music oder Music and Creative Industries studiert, kann mit einer (inter)nationalen Karriere auf oder hinter der Bühne rechnen. Gemeinsam mit dem Existenzgründerzentrum Musikpark Mannheim, dem Clustermanagement Musikwirtschaft und der Beauftragten für Musik und Popkultur bildet sie das „Mannheimer Modell“, einen gemeinsamen Motor der erfolgreichen Entwicklung im Bereich Popmusik.

Beispiele gefällig? „Herz über Kopf“ war 2015 wochenlang in den Charts – und Popakademie-Absolvent Joris bei der Echo-Verleihung 2016 Überraschungs-Abräumer des Abends. Gleich in allen drei Kategorien, in denen er als „Newcomer national“, für den „Kritikerpreis national“ und den „Radio-Echo“ nominiert war, gewann er den begehrtesten deutschen Musikpreis. 2016 war Fußball-EM – die inoffizielle Hymne „80 Millionen“ stammt von Max Giesinger, von 2011 bis 2012 Teil des Bandförderprogramms „Bandpool“ der Popakademie. Und 2017 kam man am Ohrwurm „No Roots“ von Alice Merton nicht vorbei – auch sie studierte an der Popakademie. Die Liste ließe sich weiterführen – mit Musikern, Produzenten, DJs.

Mannheimer Philharmoniker in der Elbphilharmonie
Mannheimer Philharmoniker in der Elbphilharmonie © Stadtmarketing Mannheim GmbH

Noch ein Pluspunkt Mannheims: die Weltoffenheit der Stadt, in der rund 170 Nationen friedlich zusammen leben. Für die Mannheimer Philharmoniker, bei denen mehr als 40 verschiedene Nationalitäten vertreten sind, bietet Mannheim die notwendigen Freiräume, kreative Ideen in die Tat umzusetzen – unabhängig von der eigenen Herkunft. Beim Konzert in der Elbphilharmonie standen drei Meisterwerke der klassischen Literatur auf dem Programm: Jean Sibelius Pelléas et Mélisande, Schumanns Klavierkonzert mit der jungen Solistin Olga Zado und Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie unter der Leitung von Boian Videnoff.

Für alle Daheimgebliebenen: Das Konzert der Mannheimer Philharmoniker kann weltweit kostenfrei im Internet unter www.homesymphony.com oder auf Facebook angesehen werden.